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Medienspeicher — Bring Your Own Storage (BYOS)

Mit der BYOS-Funktion (Bring Your Own Storage) können Sie einen eigenen S3-kompatiblen Speicher-Bucket an myUAS anbinden. Medien, die über DJI Pilot 2 aufgezeichnet werden, landen dann direkt in Ihrem Bucket — myUAS dient dabei nur als Vermittler für die Upload-Koordination.

Diese Funktion ist ausschließlich im Enterprise-Plan verfügbar.


Datenschutz-Prinzip: Ihr Bucket, Ihre Daten

Das BYOS-Konzept basiert auf einem klaren Datenschutzprinzip:

  • Keine Medien auf myUAS-Servern. Bilddaten und Videos verlassen nie die von Ihnen kontrollierte Infrastruktur.
  • Direkter Upload. DJI Pilot 2 erhält kurzlebige Zugangsdaten (STS-Tokens) und lädt Medien direkt in Ihren Bucket hoch — myUAS ist dabei nicht im Datenpfad.
  • Optionale Metadaten. Standardmäßig speichert myUAS Metadaten wie Dateiname, GPS-Koordinaten und Aufnahmezeitpunkt. Diese Speicherung kann vollständig deaktiviert werden (siehe Metadaten deaktivieren).
  • Kein Datenabruf durch myUAS. myUAS liest keine Mediendateien aus Ihrem Bucket. Presigned-URLs für die Vorschau in der Medienübersicht werden direkt von Ihrem Bucket ausgestellt und zeitlich begrenzt (15 Minuten).

Wie der Upload funktioniert

DJI Pilot 2 App

│ 1. Upload-Anfrage an myUAS

myUAS Server

│ 2. STS AssumeRole → temporäre Zugangsdaten (max. 15 min)

Ihr S3-Bucket (MinIO / AWS / S3-compatible)

│ 3. Direkter Upload durch DJI Pilot 2

Mediendatei liegt in Ihrem Bucket

│ 4. myUAS speichert Metadaten (optional)

Medienübersicht in myUAS

DJI Pilot 2 erhält für jeden Upload kurzlebige Zugangsdaten über das STS AssumeRole-Protokoll. Diese Tokens sind zeitlich begrenzt und berechtigen nur zum Schreiben in Ihren Bucket — ein dauerhaftes Speichern von Zugangsdaten in der App findet nicht statt.


Unterstützte Speicheranbieter

AnbieterUnterstützung
MinIO (selbst gehostet)✅ Vollständig inkl. STS
AWS S3✅ Vollständig inkl. STS
Andere S3-kompatible Dienste✅ Sofern STS AssumeRole unterstützt wird

STS-Pflicht: DJI Pilot 2 benötigt für den direkten Upload zwingend STS-Zugangsdaten. Dienste, die kein STS AssumeRole unterstützen, können nicht für BYOS verwendet werden.


Konfiguration einrichten

Voraussetzungen

  • Enterprise-Plan aktiv
  • S3-kompatibler Bucket mit aktiviertem STS AssumeRole
  • Zugangsdaten mit Schreibrechten auf den Bucket

Schritte

  1. Navigieren Sie zu Betreiberinformation → Speicher.
  2. Aktivieren Sie Externen S3-Speicher aktivieren.
  3. Wählen Sie den Speicheranbieter:
    • MinIO / S3-compatible — für selbst gehostete Lösungen oder kompatible Anbieter
    • AWS S3 — für Amazon Web Services
  1. Füllen Sie die Felder aus:
FeldBeschreibung
Endpunkt-URLNur bei MinIO/S3-compatible: URL Ihres Endpunkts, z. B. https://minio.example.com
Bucket-NameName des Ziel-Buckets
RegionAWS-Region oder us-east-1 für MinIO (muss mit Ihrer Bucket-Konfiguration übereinstimmen)
Access Key IDIhr S3-Zugangsdaten-Bezeichner
Secret Access KeyIhr geheimer S3-Schlüssel (wird AES-256-GCM-verschlüsselt gespeichert)
Objekt-Key-PräfixOptionaler Pfad-Prefix für alle Objekte, z. B. drohnen-medien/ (Standard: operator-{id}/)
  1. Klicken Sie auf Verbindung testen, bevor Sie speichern.
  2. Klicken Sie auf Speichern.

Verbindungstest

Der Verbindungstest prüft:

  1. Erreichbarkeit des Buckets — Kann myUAS eine Verbindung zu Ihrem S3-Endpunkt herstellen?
  2. STS AssumeRole — Werden temporäre Zugangsdaten korrekt ausgestellt?
TestergebnisBedeutung
Verbindung und STS erfolgreichAlles in Ordnung, Uploads werden funktionieren.
⚠️ S3 OK, STS fehlgeschlagenBucket erreichbar, aber kein STS AssumeRole möglich — DJI-Upload wird nicht funktionieren. STS muss aktiviert werden.
Verbindung fehlgeschlagenBucket nicht erreichbar — Endpunkt, Zugangsdaten oder Bucket-Name prüfen.

Metadaten deaktivieren

Standardmäßig speichert myUAS nach einem erfolgreichen Upload Metadaten der Mediendatei (Dateiname, GPS-Koordinaten, Aufnahmezeit, Drohnenmodell usw.).

Mit der Option Metadaten-Speicherung deaktivieren können Sie dies verhindern:

Wenn Metadaten deaktiviert sind:

  • DJI Pilot 2 kann Dateien weiterhin in Ihren Bucket hochladen.
  • myUAS speichert keinerlei Informationen über die hochgeladenen Dateien.
  • In der Medienübersicht erscheinen keine Einträge.
  • Der Upload-Bestätigungsweg ist deaktiviert — DJI Pilot 2 führt immer vollständige Uploads durch.

Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie maximalen Datenschutz wünschen oder keinen Bezug zwischen Flugmission und Mediendatei in myUAS herstellen möchten.


Medienübersicht

Unter Betreiberinformation → Medien finden Sie alle Mediendateien, für die myUAS Metadaten erfasst hat.

SpalteBeschreibung
DateiOriginalname der Datei
DrohneSeriennummer der aufzeichnenden Drohne
AufnahmeZeitstempel der Aufnahme

Über das Detailmenü können Sie:

  • Download-URL öffnen — Lädt eine zeitlich begrenzte Vorschau-URL (15 Minuten gültig) direkt von Ihrem Bucket.
  • Metadateneintrag entfernen — Löscht den Eintrag in myUAS. Die Datei in Ihrem Bucket wird nicht gelöscht.

Fehlerzähler & automatische Sperrung

Schlagen fünf aufeinanderfolgende Upload-Koordinationen fehl, setzt myUAS den Speicher-Status auf gesperrt. Neue Uploads werden dann abgelehnt, bis:

  • die Konfiguration korrigiert und gespeichert wird, oder
  • ein erfolgreicher Verbindungstest durchgeführt wird.

Im gesperrten Zustand wird in der Speicherkonfiguration der letzte Fehlertext angezeigt.


Sicherheitshinweise

  • Der Secret Access Key wird in der Datenbank AES-256-GCM-verschlüsselt abgelegt. Er wird nach dem Speichern nicht mehr im Klartext an den Browser übertragen.
  • Beim Bearbeiten der Konfiguration bleibt das Passwortfeld leer — ein leeres Feld bedeutet „vorhandenen Schlüssel behalten".
  • Verwenden Sie dedizierte Zugangsdaten mit minimalen Rechten (Schreiben + ListObjects auf den Bucket).
  • STS-Tokens haben eine kurze Gültigkeitsdauer und werden pro Upload neu ausgestellt.

Empfohlenes MinIO-Setup

Für einen selbst gehosteten MinIO-Server empfehlen wir:

  1. Eigenen Bucket für myUAS anlegen (z. B. uas-media)
  2. Dedizierten Benutzer mit Schreibrechten auf diesen Bucket anlegen
  3. STS-Unterstützung in MinIO aktivieren (standardmäßig aktiv ab MinIO RELEASE.2023)
  4. Endpunkt-URL mit HTTPS konfigurieren

Ein MinIO-basiertes Setup hält alle Mediendaten vollständig in Ihrer eigenen Infrastruktur — ideal für BOS-Umgebungen, DSGVO-konforme Betreiber und sicherheitskritische Einsatzbereiche.